
Amir TahassoriViel Spaß damit! 👋
Die meisten öffnen ChatGPT oder Claude, stellen eine Frage und machen wieder zu. Das ist Stufe 1. Hier siehst du alle 4 Stufen, findest heraus, wo du stehst, und bekommst für jede Stufe einen Prompt, mit dem du heute eine Stufe höher kommst.
Du fragst, die KI antwortet. Praktisch, aber du nutzt nur einen kleinen Teil. Jede Antwort ist allgemein, weil die KI nichts über dich weiß.
Nächster Schritt: Gib der KI Kontext, bevor du fragst – wer du bist, für wen du arbeitest, was das Ergebnis sein soll.
In ChatGPT hinterlegst du das in den Custom Instructions oder legst ein Projekt an, in dem Chats, Dateien und Anweisungen zusammenbleiben. In Claude geht das mit Projekten. Dann bekommst du keine Allgemein-Antworten mehr, sondern Angebote, Checklisten und PDFs in deinem Stil.
Prompt für Stufe 2 – einmal in den Kasten tippen, alles wird markiert. Die Klammern füllst du aus.
Ab jetzt arbeitest du als meine Assistenz. Über mich: [Beruf, Firma, Angebot] Meine Kunden: [wer, welches Problem] Mein Stil: klar, direkt, locker, keine Floskeln, du-Form. Bevor du loslegst, stell mir 5 Fragen, die dir noch fehlen. Danach erstellst du mir: [z. B. eine Angebots-Vorlage als fertiges Dokument].
Jetzt bekommt die KI Zugriff auf deine Werkzeuge. In ChatGPT ist dafür ChatGPT Work gedacht – laut OpenAI ein Agent für längere Aufgaben mit mehreren Schritten und fertigem Ergebnis. Claude verbindest du über Connectors mit deinen Tools, und Claude Code arbeitet direkt mit deinen Dateien und Befehlen.
Beispiel: „Schreib einen Artikel zu Thema X und leg ihn als Entwurf auf meiner Webseite an.“ Du kommst zurück, und der Entwurf ist da – du liest nur noch drüber.
Prompt für Stufe 3:
Aufgabe: [Ergebnis in einem Satz] Du darfst: [Tools/Ordner, auf die du zugreifst] Du darfst NICHT: veröffentlichen, löschen, bezahlen, Nachrichten senden – das mache ich. Arbeite alle Schritte selbst ab. Am Ende: zeig mir das Ergebnis, eine Liste, was du gemacht hast, und was ich freigeben muss.
Auf Stufe 4 hast du nicht mehr eine KI, sondern mehrere Helfer mit festen Rollen, die nach Zeitplan laufen. Beides gibt es offiziell: geplante Aufgaben in ChatGPT und geplante Aufgaben in Claude Code Desktop, dazu eigene Subagents für einzelne Rollen.
So läuft es bei mir: Ein Agent sucht samstags erfolgreiche Reels und schreibt mir daraus Skripte. Ein zweiter schneidet meine Aufnahmen, schreibt Captions und baut Anleitungen wie diese hier. Ein dritter prüft alles, bevor ich es sehe. Ich nehme auf und gebe frei – mehr nicht.
Ehrlich gesagt: Die KI verdient kein Geld von allein. Sie spart dir Zeit, die du in Kunden und Ideen steckst. Und alles, was rausgeht, gibst du selbst frei.
Prompt für Stufe 4 – damit plant die KI dein Team mit dir:
Hilf mir, mein erstes KI-Team zu planen. Mein Business: [kurz] Aufgaben, die jede Woche wiederkommen: [Liste] Erstelle mir: 1. 3 Rollen (z. B. Ersteller, Prüfer, Planer) mit klarer Aufgabe 2. für jede Rolle: wann sie läuft, was sie liest, was sie abliefert 3. die Stellen, an denen ICH freigeben muss Frag nach, wenn dir etwas fehlt.
Was heißt „KI richtig nutzen“?
Nicht nur Fragen stellen, sondern der KI Kontext geben, sie Aufgaben komplett erledigen lassen und wiederkehrende Arbeit nach Zeitplan an sie abgeben – mit deiner Freigabe am Ende.
Brauche ich dafür Programmierkenntnisse?
Für Stufe 1–3 nicht. Für Stufe 4 hilft es, ist aber kein Muss: Die Prompts oben lassen die KI den Aufbau mit dir planen.
Was kostet das?
Stufe 1 und 2 gehen mit den Gratis-Versionen. Für Work, Connectors und geplante Aufgaben brauchst du je nach Funktion einen bezahlten Plan – was genau enthalten ist, steht auf den verlinkten Hilfeseiten von OpenAI und Anthropic.
Ist das sicher?
Gib der KI nur Zugriff auf das, was sie für die Aufgabe braucht, und behalte Veröffentlichen, Löschen und Bezahlen bei dir.